Kontrollen

Corona: Mehrere Verstöße im Landkreis Aurich festgestellt

Einige Wohnmobilisten halten sich nicht an das touristische Übernachtungsverbot. Im Landkreis Aurich wurden am Wochenende mehrere Verstöße festgestellt. Symbolfoto: Dittrich/dpa

Einige Wohnmobilisten halten sich nicht an das touristische Übernachtungsverbot. Im Landkreis Aurich wurden am Wochenende mehrere Verstöße festgestellt. Symbolfoto: Dittrich/dpa

Von Julia Jacobs

Im Landkreis Aurich hat es am Wochenende verstärkt Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln gegeben. Insgesamt wurden 71 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Besonders Wohnmobilisten fielen negativ auf.

Aurich - Mehrere Verstöße gegen die Corona-Regeln wurden an diesem Wochenende im Landkreis Aurich festgestellt. Vor allem unter den Wohnmobilisten gab es gleich mehrere schwarze Schafe. Das hat für viele nun ein teures Nachspiel. Wie Rainer Müller-Gummels, Pressesprecher des Landkreises Aurich, mitteilte, hat das Ordnungsamt am Sonnabend und Sonntag Kontrollen im gesamten Kreisgebiet durchgeführt. Insgesamt waren 13 Mitarbeiter daran beteiligt. Besonderes Augenmerk legten sie auf die Überprüfung von Verstößen gegen das touristische Übernachtungsverbot für Wohnmobile, Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit sowie private Zusammenkünfte. Insgesamt wurden 71 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Darüber hinaus wurden 44 Platzverweise und 14 Verwarnungen erteilt.

Allein im Küstenbereich seien laut der Mitteilung vom Montagnachmittag 49 Wohnmobile angetroffen worden. Und das, obwohl die Corona-Verordnung jegliche touristische Übernachtungen verbietet. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes forderten die Urlauber deshalb dazu auf, noch am selben Tag nach Hause zu fahren. Weil sich die betroffenen Wohnmobilisten weigerten, wurde in 23 Fällen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen des Verstoßes gegen das touristische Übernachtungsverbot eingeleitet. Und das kann teuer werden: Kreissprecher Nikolai Neumayer spricht von einem Bußgeld in Höhe von 200 bis 300 Euro. Wie viel letztendlich jeder zahlen müsse sei aber unterschiedlich.

Geburtstagsfeier von Polizei aufgelöst

In den restlichen 26 Fällen wurde eine Verwarnung ausgesprochen und die Wohnmobilisten wurden dazu aufgefordert, sofort die Heimreise anzutreten. Die Urlauber rechneten aber offenbar nicht mit einer Nachkontrolle des Ordnungsamtes. Am Sonntag stellten die Kreismitarbeiter fest, dass die Besitzer von vier Wohnmobilen dieser Aufforderung nicht nachgekommen sind. Sie hatten trotz der Verwarnung in ihren Fahrzeugen übernachtet. In diesen Fällen wurde nachträglich ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Insgesamt wurden laut Landkreis 44 Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstöße gegen die geltende Corona-Verordnung für private Zusammenkünfte eingeleitet. Darunter befand sich auch eine Geburtstagsfeier, die gemeinsam mit der Polizei aufgelöst wurde. So wurden am Sonnabendabend neun Leute bei einer Privatparty in Plaggenburg erwischt. Die Bußgeldspanne bei diesen Verstößen liege liege laut Neumayer zwischen 150 und 400 Euro. Doch auch hier komme es auf Einzelentscheidungen an.

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