Corona in Ostfriesland

Bundeswehr sagt Püntenmarsch im Juni bereits jetzt ab

Während des Püntenmarsches wird normalerweise auch die Ledabrücke bei Amdorf überquert. Archivbild: Behrendt

Während des Püntenmarsches wird normalerweise auch die Ledabrücke bei Amdorf überquert. Archivbild: Behrendt

Bereits jetzt hat das Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst „Ostfriesland“ den Leeraner Püntenmarsch abgesagt. Auch der Tag der Soldaten und Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen der Garnison finden nicht statt.

Leer - Der diesjährige Püntenmarsch findet nicht statt. Auch der am gleichen Tag geplante Soldatentag wurde abgesagt. Das teilte die Bundeswehr mit. Aufgrund der derzeit nicht kalkulierbaren Situation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie im Juni habe der Kommandeur des Kommandos Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst (SES) Ostfriesland, Oberstarzt Dr. Jens-Peter Evers, in Absprache mit Bürgermeisterin Beatrix Kuhl und dem Verein „Wir Bürger für unsere Soldaten in Leer“ (Gelbe Schleife) dies entschieden.

Ebenso sind die geplanten Feierlichkeiten anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Bundeswehrgarnison Leer zunächst auf Eis gelegt, heißt es in der Mitteilung. Oberstarzt Dr. Evers habe diese Entscheidung gefällt, nachdem das gesamte deutsche Militär den Tag der Bundeswehr in diesem Jahr aufgrund der Corona-Lage nur medial begeht.

Beitrag zur Reduzierung der Weiterverbreitung des Virus

„Gerade den Sanitätern der Bundeswehr geht der Schutz der Menschen vor“, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Absage der Großveranstaltungen helfe dabei, einen wirksamen Beitrag zur Reduzierung der Weiterverbreitung des Virus zu leisten. „Neben der Erfüllung der Kernaufträge sowie der Aufträge in den Auslandseinsätzen werden Soldatinnen und Soldaten des Kommandos SES weiterhin zur Erfüllung von Amtshilfeersuchen im Zuge der Pandemiebekämpfung eingesetzt und unterstützen dort, wo sie gebraucht werden“, betont die Bundeswehr in Leer.

Für das Kommando sei der Püntenmarsch eine der wichtigsten Veranstaltungen im Jahr, „da an diesem Tag die Bürger die Möglichkeit haben, die Bundeswehr und ihre Soldaten hautnah zu erleben“. Der gemeinsame Marsch von Zivilbevölkerung und Angehörigen der Bundeswehr diene als Zeichen der Verbundenheit mit den Einwohnern der Region. Umso mehr bedauere das Kommando, diesen Marsch absagen zu müssen, heißt es abschließend.

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