Aurich

Mann in Wiesens hatte Sprengstoff und Schusswaffen

In Aurich-Wiesens kam ein Spezialeinsatzkommando aus Hannover zum Einsatz. Bild: Luppen

In Aurich-Wiesens kam ein Spezialeinsatzkommando aus Hannover zum Einsatz. Bild: Luppen

Von Marion Luppen

Im Auricher Stadtteil Wiesens ist ein Mann festgenommen worden, der Sprengstoff und Schusswaffen gebunkert haben soll. Daher kam ein Spezialeinsatzkommando aus Hannover zum Einsatz. Die Spezialkräfte sind inzwischen abgerückt.

Aurich - Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei hat am Montag in Aurich-Wiesens einen Mann festgenommen, der Sprengmittel und Schusswaffen gebunkert haben soll. Zum Alter des Mannes machte die Polizei keine Angaben, um die Identität zu schützen. „Wiesens ist ein Dorf“, sagte Polizeisprecherin Sabine Kahmann der OZ. Die Festnahme sei gegen 14 Uhr auf dem Grundstück des Mannes erfolgt.

Am Sonntag habe es häusliche Auseinandersetzungen gegeben, so die Polizei. Das Opfer habe zwischenzeitlich das gemeinsame Haus verlassen. Ob es sich um die Ehefrau des Tatverdächtigen handelte, dazu machte Kahmann keine Angaben, auch nicht zur Schwere der Verletzungen. Es sei körperliche Gewalt im Spiel gewesen.

Verdächtiger soll Klinik aufgesucht haben

Der Verursacher habe nach den Vorkommnissen eine Klinik aufgesucht, diese aber wieder verlassen. Danach hätten sich Hinweise verdichtet, dass der Mann „über Sprengmittel und Schusswaffen verfügt und angedroht haben soll, diese einzusetzen“, schreibt die Auricher Polizei in einer Pressemitteilung. Man habe daher Spezialkräfte angefordert, um adäquat reagieren zu können, neben dem SEK ein Entschärferteam des Landeskriminalamtes.

Auf einem großen Parkplatz neben der Gaststätte „Zum Sandkrug“ hielten sich am Montag Dutzende Einsatzkräfte bereit, darunter SEK-Beamte mit schusssicheren Westen und Hundeführer. Auch zwei Rettungswagen standen bereit.

„Die Polizei hat die Lage voll im Griff“

Die Anwohner im unmittelbar betroffenen Umfeld seien über den Einsatz informiert worden, teilte die Polizei mit. Für sie habe keine Gefahr bestanden. „Die Polizei hat die Lage voll im Griff“, sagten Einsatzkräfte vor Ort der OZ.

Die Beamten fanden im Haus des Verdächtigen diverse Schusswaffen und Munition. Sie leiteten ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. Die Ermittlungen dauern an.

Ob gegen den Mann Haftbefehl beantragt wird, konnte die Polizei am Montag noch nicht sagen. In diesem Fall muss er am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Es komme aber auch eine Einweisung in die Psychiatrie in Betracht, hieß es.

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