Emden

Das Filmfest Emden-Norderney beginnt

Daniel und Meike Diepenbroek aus Emden haben eine Reihe von Karten gekauft. Bilder: Ortgies

Daniel und Meike Diepenbroek aus Emden haben eine Reihe von Karten gekauft. Bilder: Ortgies

von Nikola Nording

Das Filmfest Emden-Norderney startet an diesem Mittwoch. Die OZ hat am Filmfest-Counter in Emden nachgefragt, welche Filme bereits jetzt begehrt sind.

Emden - Svenja Wollscheit hat einen kleinen Zettel in der Hand. Darauf sind einige Nummern notiert. Die diktiert sie Heike Sommer, die am Counter des Filmfestes Emden-Norderney im Grand Café steht und routiniert eine Karte nach der anderen aus den nummerierten Fächern holt.

Seit Montag werden die Karten für das 30. Filmfest in Emden verkauft und seitdem haben die Frauen im Counter gut zutun. Ein Film ist bereits ausverkauft: „Für ,Frau Stern‘ haben wir keine Tickets mehr“, sagt Sommer. Dabei geht das Filmfest erst an diesem Mittwoch mit dem Eröffnungsfilm „Rafaël“ los.

Skandinavier und Briten beliebt

Emderin Svenja Wollscheit haben es eher die skandinavischen Filme angetan. „Ich freue mich auf ,As I fall‘ und Jussi Adler-Olsens ,Verachtung‘ – da habe ich schon die vorherigen Filme gesehen“, sagt sie. Besonders freue sie sich aber auch auf „Cleo“. „Darin geht es um eine Stadtführerin aus Berlin. Meine Mutter kommt aus Berlin, daher freue ich mich schon auf den Film“, sagt sie.

Daniel und Meike Diepenbroek zieht es eher in „Zoros Solo“. Das nicht ohne Grund: „Ich bin seit dem Kindergarten mit dem Regisseur, Martin Bussker, befreundet“, erzählt Daniel Diepenbroek. Zusammen hätten sie bereits die ersten Filme gedreht. „Er hat es zu seinem Beruf gemacht. Ich nicht“, sagt Diepenbroek. Seine Schwester ist sogar aus Schweden angereist – „auch wegen des Filmfests. Ich habe früher hier gearbeitet“, sagt sie. Da sei es schön, wieder dabei zu sein. Nahezu seit dem ersten Festival ist auch Kai Gembler dabei. Auch der Emder kaufte am Dienstag einige Tickets für die nächsten Tage. „Ich mag die britischen Filme immer gern“, sagt er. Aber auch das afrikanische Kino reize ihn in diesem Jahr.

„Grandiose World-Cinema-Reihe“

Das kann auch Filmfest-Sprecher Edzard Wagenaar empfehlen. „Die Zuschauer werden keine schlechten Filme bei uns im Festival sehen. Aber die World-Cinema-Reihe ist wirklich grandios“, empfiehlt Wagenaar. Auch die beiden Kurzfilme „Die Schwurjungfrau und das Mädchen“ sowie „La Historia de Mateo“ legt er dem Publikum ans Herz.

Als Reinhard Alberts am Dienstag im Grand Café am Counter auf seine Frau wartet, hat er seine Dauerkarte längst gekauft. „Ich weiß noch gar nicht, was ich sehen will. Aber ich bin sicher, dass einiges für mich dabei ist.“

Hans-Joachim Walbrecht und seine Frau Gaby wissen dagegen sehr genau, was sie sehen wollen: „Ich glaube, die besonderen Naturaufnahmen in ,Aquarela‘ werden mich begeistern“, sagt der Emder. Auch auf die italienische Komödie „Alles, was du willst“ und die kenianische Co-Produktion „Rafiki“ freuen sich die beiden. „Nur für Krimis sind wir nicht zu haben“, sagt Walbrecht.

Das Filmfest

An diesem Mittwoch startet das 30. Internationale Filmfest Emden-Norderney. Bis 19. Juni gibt es ein vielseitiges Programm. Die OZ berichtet täglich. Alle Artikel sind unter http://go.zgo.de/filmfestemden. Dort gibt es auch die OZ-Filmfest-Wall zu sehen. Dort werden alle Beiträge, die in sozialen Netzwerken mit dem Hashtag „#emderfilmliebe“ versehen werden, gesammelt.

Eine Übersicht, wann welcher Film wo läuft, gibt es mit dem Stichwort „Filmfest“ unter https://veranstaltungen.oz-online.de/Veranstaltungen/Suche.html.

Tickets sind bis zum 17. Juni im Filmfest-Counter im Grand Café am Stadtgarten in Emden sowie vor jedem Film im Kino erhältlich. Einzelkarten kosten für Erwachsene neun Euro, Kinder zahlen vier Euro.

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