Emden

Emden prämiert künftig naturnahe Gärten

Nicht nur die Optik zählt beim neuen Wettbewerb. Auch darauf, ob heimische Pflanzen verwendet werden, kommt es an. Bild: Archiv

Nicht nur die Optik zählt beim neuen Wettbewerb. Auch darauf, ob heimische Pflanzen verwendet werden, kommt es an. Bild: Archiv

Die Stadt Emden lobt einen neuen Gartenwettbewerb aus. Der Schwerpunkt liegt dabei auf naturnahen Gärten. Der Sieger erhält 150 Euro.

Emden - Die Stadt Emden möchte die Reihe der Gartenwettbewerbe erweitern. Künftig sollen naturnahe Gärten prämiert werden, heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle der Stadt Emden.

Kriterien und Teilnahmebedingungen

An dem neuen Wettbewerb können alle teilnehmen, die einen naturnahen Garten im Emder Stadtgebiet haben. Dabei ist es unerheblich, ob man Eigentümer oder Mieter ist. Anmeldungen nimmt der Bau- und Entsorgungsbetrieb Emden bis zum 31. Mai unter Telefon 0 49 21 / 87 50 75 entgegen.

Bewertet wird das Verhältnis von wasserdurchlässiger zu wasserundurchlässiger Fläche, die Strukturvielfalt des Gartens, die Vielfalt der Nutz- und Blühpflanzen und weitere Kriterien. Der Preisträger erhält 150 Euro, der Zweitplatzierte 100 Euro.

In Zeiten des Klimawandels, der Bedrohung der Artenvielfalt, aber auch der wachsenden Bereitschaft städtischer Bevölkerung, sich wieder einer nachhaltigen Gartenkultur zu widmen, möchte die Stadt Emden ökologisch fortschrittliche Gartennutzungen auszeichnen und zu nachhaltigem gärtnerischen Bewirtschaften motivieren, heißt es in der Mitteilung weiter. „Ob durch Artenvielfalt, Strukturreichtum, Versiegelungsverzicht oder dem Pflanzen heimischer Arten: Naturnahe Gärten bereichern Flora und Fauna und verbessern das Stadtklima. Naturnahe Bewirtschaftung, umweltschonende Produktion und ein bewussterer Konsum von selbsterzeugtem Obst und Gemüse sind wichtige Bausteine einer nachhaltigen Lebenskultur“, begründet die Stadt Emden ihre Idee hinter dem Wettbewerb.

Seit 1950 wird in der Stadt Emden jährlich der schönste Hausvorgarten prämiert. Zur Friedens- und Völkerverständigung hatte der Rotary Club New Malden, Surrey (England) einen Wanderpokal gestiftet, um im kriegszerstörten Emden farbige Lichtblicke durch schöne Vorgärten zu initiieren. Viele Emder haben bis heute am Wettbewerb teilgenommen. Die Bewertungskriterien sind bis dato unverändert: betrachtet werden Vielfalt, Erscheinungsbild und Gestaltung der Vorgärten. In der langen Zeit seit 1950 haben sich aber die Gestaltungs- und Pflegegrundsätze von Gärten gewandelt. Pflegeleichte Rasen- und Ziergärten wie auch Steingärten sind vielerorts entstanden und dies ist dem Vorgartenwettbewerb nicht vorenthalten geblieben.

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